Englisch und LRS


Häufig haben Kinder mit einer Lese-Rechtschreibschwäche Schwierigkeiten, eine Fremdsprache zu erlernen. Vor allem dann, wenn es sich um eine Sprache handelt, welche nicht lautgetreu verschriftet wird. Entsprechend treten auch bei der richtigen Artikulation von Graphemen beim Lesen Probleme auf. Der Autor Bert Kerstin hat für diese Problematik Übungsmaterialien entwickelt, die den Kindern bei der Bewältigung dieser Problematik wirksame Hilfestellung geben können.

Diese Übungsmaterialien bilden die Grundlage, um den Kindern Werkzeuge an die Hand zu geben, sich im Rechtschreibchaos der englischen Sprache zurecht finden zu können. “Vielen Menschen gelingt es erstaunlich gut, Englisch korrekt zu lesen und zu schreiben. Die Erklärung hierfür liegt in der Natur unseres Gehirns, das in der Lage ist, als relevant eingestufte Sinneswahrnehmungen nach Mustern und Regeln zu durchforsten- ein angeborener Mechanismus, um die riesigen Mengen an Informationen ökonomisch zu verarbeiten. (…..) Für diese Mustererkennung bzw. Regelbildung ist allerdings eine Vielzahl von Wahrnehmungen erforderlich. (….)Erst wenn eine Vielzahl an ähnlichen Einzelphänomenen verarbeitet und gespeichert wurde, kann die implizite Regelbildung einsetzen. Es gibt eine Reihe von Menschen, deren Speichervermögen von Wort- und Klangbildern weniger gut arbeitet. Eine wahrgenommene Laut-Schriftkombination wird immer wieder als neuartig empfunden, ein Abgleich mit zuvor wahrgenommenen, ähnlichen Kombinationen findet deshalb nicht statt. Folglich setzt auch bei ihnen der sonst übliche Mustererkennungsprozess nicht ein, da es dem Gehirn an ausreichendem Datenmaterial fehlt. (….) Für diese Menschen mit LRS kann es eine große Hilfe sein, die Regeln der Laut-Schrift-Kombination bewusst zu erwerben, um auf diesem Weg das Speicherdefizit auszugleichen“. (Bert Kerstin; S.3 aus Fit in Englisch trotz LRS im AOL Verlag erschienen).